Basierend auf meinem Hintergrund in der psychosozialen Versorgung und meiner jahrelangen Erfahrung als Lehrer für Shaolin Kung Fu und Tai Chi werden wir untersuchen, wie körperliche Gewohnheiten, mentale Muster und Selbstmitgefühl zusammenwirken, um ein nachhaltiges Wohlbefinden zu unterstützen. Wir werden uns typische Verhaltensmuster wie Selbstkritik, Grübeln und Alles-oder-Nichts-Denken ansehen – nicht um sie zu verurteilen, sondern um sie besser zu verstehen und flexiblere Alternativen zu üben.
Die meisten von uns wissen bereits, was wir tun „sollten“, um gesünder zu sein. Wir wissen, dass wir uns mehr bewegen, besser schlafen, uns gesund ernähren, Stress abbauen und weniger hart zu uns selbst sein sollten. Doch obwohl wir mehr Informationen zur Verfügung haben als je zuvor, fällt es vielen von uns schwer, dauerhafte Gewohnheiten aufzubauen. Warum ist das so?
Dieser Kurs basiert auf dem Gedanken, dass Wellness kein Zustand ist, den wir durch Perfektion erreichen, sondern eine Praxis, die wir leben. Gemeinsam werden wir nicht nur unsere körperlichen Gewohnheiten unter die Lupe nehmen, sondern auch die mentalen Gewohnheiten, die unseren Alltag im Stillen prägen. Muster wie Perfektionismus, Grübeln, harte Selbstkritik und der Glaube, dass ein einziger Rückschlag gleich das komplette Scheitern bedeutet. Anstatt diese Muster als persönliche Schwächen zu betrachten, werden wir ihnen mit Neugier begegnen und praktische Wege lernen, anders auf sie zu reagieren.
Durch meine Kombination aus der Arbeit als Experte für Verhaltensgesundheit und als Shaolin Kung Fu- und Tai Chi-Lehrer verbindet dieser Kurs moderne Erkenntnisse der Verhaltensänderung mit den Lektionen, die ich durch jahrelanges Unterrichten von Bewegung, Achtsamkeit und nachhaltiger Praxis gelernt habe. Auch wenn der Kurs von der östlichen Philosophie inspiriert ist, handelt es sich hierbei nicht um eine Philosophievorlesung. Stattdessen konzentrieren wir uns auf praktische Fähigkeiten, die die Teilnehmenden sofort im Alltag anwenden können.
Dies ist ein sehr interaktiver Workshop, der auf Austausch, geleiteter Reflexion, einfachen Bewegungsübungen und praktischen Aufgaben zum Gewohnheitsaufbau aufbaut. Gemeinsam werden wir ergründen, warum traditionelle Wellness-Tipps oft fehlschlagen, wie man Routinen entwickelt, die zum eigenen Leben passen, und warum die Fähigkeit, einfach „wieder neu anzufangen“, eine der wichtigsten Wellness-Kompetenzen überhaupt ist.
Die Teilnehmenden werden diesen Kurs mit mehr als nur reiner Motivation verlassen. Sie gehen mit einer personalisierten Wellness-Praxis nach Hause, einem tieferen Verständnis für die mentalen Gewohnheiten, die langfristiges Wohlbefinden stützen, und praktischen Strategien, um auf Rückschläge flexibel statt mit Selbstverurteilung zu reagieren.
In meinen vierzehn Jahren in der psychosozialen Versorgung habe ich gelernt, dass dauerhaftes Wachstum selten dadurch entsteht, dass man sich einfach nur mehr anstrengt. Es entstand, wenn man Menschen half, sich selbst besser zu verstehen, und ein Umfeld schuf, in dem Veränderung möglich wurde. Das Unterrichten von Shaolin Kung Fu und Tai Chi hat genau dieselbe Lektion bestätigt: Meisterschaft entsteht nicht durch Perfektion – sie entsteht durch beständiges Üben und die Bereitschaft, nach jedem Rückschlag wieder zurückzukehren. Mein Ziel ist es, eine Lernerfahrung zu schaffen, in der sich die Teilnehmenden unterstützt, herausgefordert und befähigt fühlen, eine Version von Wellness aufzubauen, die nachhaltig, persönlich und voller Selbstmitgefühl ist.